Presseinformationen
Tarifverhandlungen für Ärzte ergebnislos vertagt
Mittwoch, den 3. Februar 2010
Düsseldorf. Die zweite Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind heute (3. Februar) in Düsseldorf ohne Ergebnis vertagt worden. Der Marburger Bund fordert nach wie vor Gehaltssteigerungen von bis zu neun Prozent – davon fünf Prozent als lineares Lohnplus sowie Steigerung der Bereitschaftsdienstentgelte etc.
Hierzu der Verhandlungsführer der VKA für die Krankenhäuser, Joachim Finklenburg: „Eine Steigerung der Personalkosten in dieser Größenordnung ist für die Krankenhäuser nicht zu stemmen. Nach wie vor sind die Ärzte eine der am besten bezahlten Akademikergruppen in Krankenhäusern, aber auch im gesamten öffentlichen Dienst. Gleichzeitig ist die Finanzsituation in den Krankenhäusern sehr schwierig.“
Die Arbeitgeber brachten die Umsetzung der leistungs- und erfolgsorientierten Bezahlung in die Verhandlungen ein. Im Rahmen der Tarifrunde 2008 hatten sich die Tarifparteien eine Ar-beitsgruppe hierzu gegründet, die entsprechende Konzepte erarbeitet hat. „Wir haben in allen anderen Berufsgruppen durch die tarifvertraglich geregelte Leistungsorientierung nachweislich gute Erfahrungen gemacht. Für die Arbeitgeber steht fest, dass eine stärkere Leistungs- und Erfolgsorientierung auch bei der Bezahlung von Ärztinnen und Ärzten zu einer Verbesserung der Führungs- und Leitungskultur sowie der Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit beitragen würde. Dies werden wir in den Verhandlungen weiter einbringen“, erklärte Finklenburg.
Die Tarifverhandlungen sollen in dritter Runde fortgesetzt werden. Termin und Ort hierfür werden noch bekannt gegeben.
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