Herbstsitzung der kommunalen Arbeitgeber in Lübeck

Lübeck. Die kommunalen Arbeitgeber haben sich am Freitag auf Einladung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu ihrer jährlichen Herbstsitzung getroffen. Gastgeber war diesmal die Stadt Lübeck unter dem Dach des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein.

Als Gastrednerin war die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Katherina Reiche geladen. Sie ist Präsidentin des Bundesverbandes öffentliche Dienstleistungen - Deutsche Sektion des CEEP e.V. (bvöd). Frau Reiche gab einen Einblick in die Arbeit des Europäischen Verbandes der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) und hob dessen Bedeutung als Sozialpartner hervor.

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung der VKA stand unter anderem die Vorbereitung auf die 2018 anstehenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen. In diesem Kontext hat sich die Mitgliederversammlung im Hinblick auf das Tarifeinheitsgesetz positioniert und sich dafür ausgesprochen, kollidierende Tarifverträge zu vermeiden. Der tarifvertragliche Ausschluss der Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes sei dafür nicht der richtige Weg. Die VKA fordert die Gewerkschaften auf, etwaige Kollisionen durch Abgrenzung ihrer Zuständigkeitsbereiche oder durch Bildung von Verhandlungsgemeinschaften auszuschließen.

Für die VKA wird auch im kommenden Jahr Präsident Dr. Thomas Böhle die Tarifverhandlungen führen. Er steht seit 2004 an der Spitze der VKA.

Als weiterer Stellvertreter des Präsidenten der VKA wurde Dr. Dirk Tenzer, Vorstand des Klinikums Oldenburg, gewählt. Er folgt in dieser Funktion Joachim Finklenburg, der zum 31. März 2017 in den Ruhestand getreten ist.

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